Eingewöhnung: der Beginn eines neuen Lebensabschnittes
Die Phase der Eingewöhnung ist sowohl für das Kind, als auch für die Eltern von großer Bedeutung – beide müssen Vertrauen zu uns aufbauen. Die Eingewöhnungsphase ist sehr individuell gestaltet: die Kinder reagieren unterschiedlich auf Veränderungen und manche Kinder benötigen mehr Zeit, um sich auf eine neue Umgebung und neue Bezugspersonen einzustellen. Durch unsere Erfahrungen wissen wir, wie man diesen Prozess optimal begleitet und jedem Kind die Möglichkeit gibt, sein eigenes Tempo anzuwenden. Auch für uns ist diese Phase immer wieder spannend und wir freuen uns darauf, ein neues Kind kennenzulernen und eine vertrauensvolle Beziehung entstehen zu lassen.
Die Eingewöhnung dauert solange sie dauert. Sollte es einmal länger dauern, ist das auch in Ordnung – das Kind und die Eltern bestimmen das Tempo. Am Anfang der Eingewöhnung besucht das Kind zusammen mit einem Elternteil unsere Kindertagespflege und sie verbringen gemeinsam einige Stunden hier, wobei sie die neuen Räume, die anderen Kinder und den Tagesablauf kennenlernen.
Ernährung
Unsere Pädagogische Arbeit
PsychomotorikDer Begriff "Psychomotorik" verweist auf ein Konzept, das von einer engen Verbindung zwischen der Psyche und der Motorik ausgeht und kann als eine ganzheitliche Entwicklungsförderung verstanden werden, bei welcher die Bewegung eine wesentliche Rolle spielt.So dürfen die Kinder bei uns ihren Tisch selbstständig decken und ihren Teller eigenständig aus dem Schrank nehmen und an den gewünschten Sitzplatz legen. Bei jungen Kindern sind leiblicheund seelische, gefühlsmäßige und geistige Vorgänge noch eng miteinander verbunden und die Ganzheitlichkeit im Handeln und Erleben ist bei ihnen sehr stark ausgeprägt. Sie nehmen Sinneseindrücke mit dem ghanzehn Körper wahgr, sie drücken ihre Gefühle in Bewegung aus, sie reagieren auf äußere Spannungen mit körperlichen Unwohlsein, und ebenso können freudige Bewegungserlebnisse zu einer körperlich wie psychisch empfundenen Gelöstheit führen. Kindern sieht man ihre "Ganzheitlichkeit" an. Stimmungen werden in Handlungen verkörpert, zum Beispiel: vor Freude in die Luft springen, vor Wut auf den Boden stampfen. Durch Bewegung lernen die inder Selbstvertrauen in sich und ihren Körper. Spiel und Bewegung sind immer ein Erproben der eigebnen Fähigkeiten und Kräfte- dies geschieht schon beim einfachen Ball hin- und her werfen. Die Kinder lernen die Entfernung einzuschätzen, die Kraft, die sie aufwenden müssen, um nicht zu weit oder zu kurz zu werfen, sie lernen die Beschaffenheit des Balls kennen und die Farbe und die Form. Ebenfalls wird die Hand- Augen-Koordination geschult.
Partizipation
Partizipation meint Beteiligung, Teilhabe.
Für die Kleinsten bedeutet Partizipation, dass sie in Ereignisse und Entscheidungsprozesse einbezogen werden.
So darf z.B. jedes Kind selbst entscheiden an welchem Platz am Tisch es heute sitzen möchte oder ob es lieber eine Gabel oder einen Löffel für das heutige Essen benutzen möchte. Ein wichtiges Erziehungsziel ist, dass die Kinder lernen, ihre eigenen Ideen, Wünsche und Bedürfnisse wahrzunehmen und zu äußern.
Kinder erfahren durch Partizipation, dass sie und ihre Interessen gehört
werden, dass ihre Meinung zählt. Dadurch gewinnen sie Eigenständigkeit und Selbstvertrauen. Für jedes Kind ist es wichtig zu erleben: Ich bin richtig und wichtig.
Was nicht heißt, dass immer nur der eigene Wille durchgesetzt wird. Denn da sind ja auch noch andere, mit ihren eigenen Bedürfnissen und Meinungen. Im gemeinsamen Entscheidungsprozess lernen Kinder, einander zuzuhören und Kompromisse einzugehen. Gegenseitiger Respekt stärkt das soziale Vertrauen. Wenn wir beispielweise gemeinsam überlegen, ob wir jetzt lieber Tanzen oder gemeinsam ein Buch anschauen wollen, fragen wir die Kinder, wer welche Idee besser findet und entscheiden gemeinsam.
Naturpädagogik
Wir möchten den Kindern auf spielerische Art und Weise ein Bewusstsein für die Wahrnehmung für sich selbst und unsere Natur vermitteln.
Den Kindern möchten wir die Natur als Quelle für Spielideen, Entdeckungen, Erfindungen, und Kunstwerke mit an die Hand geben, die uns das ganze Jahr zur Verfügung steht. In großen Hochbeeten werden bei uns unterschiedliche Dinge angepflanzt, die wir dann dabei beobachten können, wie diese heranwachsen und reifen, bis wir diese dann auch selbst probieren dürfen. Zu sehen wie lange es dauert, bis der Baum uns seine Früchte schenkt oder aus dem Samen z.B. eine Möhre wird, soll den Kindern die kleinen Wunder der Natur
aufzeigen. Der Kontakt zur Erde ist uns auch im Spiel sehr wichtig, in unserer großen Matschkuhle dürfen die Kinder die Erde fühlen und hautnah erleben. Wir begeben uns regelmäßig auf Erlebnistouren durch den nahegelegenen Wald um z.B. gemeinsam Tiere zu beobachten, Kräuter zu sammeln und nach passenden Naturmaterialien zum Basteln zu Suchen. Springen mal von einem Baumstamm oder lassen uns einen Hügel runterrollen.
Montessori
Ebenfalls als Leitfaden dienen uns die pädagogischen Prinzipien der italienischen Ärztin und Pädagogin Maria Montessori. Diese orientieren sich unmittelbar am Kind und stellen seine eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund. Jedes Kind erhält dadurch die Möglichkeit, sich nach dem ihm eigenen Rhythmus zu entfalten.
Wir sehen es als unsere Aufgabe, die Kinder in ihren vielschichtigen Entwicklungsmöglichkeiten achtsam zu begleiten. Dabei schauen wir mit liebevollem Blick auf die Individualität des Kindes. Wo liegen die Interessen des Kindes? Spielt es gern mit Formen und Farben? Dann stellen wir hierfür gerne
Materialien in Form von z.B. Puzzle oder Fingermalfarben bereit. Oder entdeckt
es gerade die Erdanziehungskraft? Kein Problem, wir finden gemeinsam Gegenstände die langsam (z.B. Feder) oder schnell fallen (z.B. ein Ball). Bei der Spielzeugauswahl, achten wir darauf, dass dieses qualitativ hochwertig ist und die Menge der Spielzeuge möglichst geringgehalten wird, um den Kindern die Möglichkeit zu geben selbst kreativ zu werden.
Wir geben den Kindern Raum und Zeit eigene Erfahrungen zu machen und Entwicklung zu erleben, unter anderem z. B. beim selbstständigen Schuhe An- und Ausziehen und sich die Hände selbst zu waschen. Wir zeigen ihnen hilfreiche Tricks z.B. wie man sich mit noch etwas „unpraktischem Kopf Armverhältnis“ alleine eine Jacke anziehen kann oder die Mütze am besten auf den Kopf bekommt.
Durch wiederkehrende Lieder, Reime und Geschichten, werden die kognitiven Fähigkeiten gefördert. Vor allem die passenden Gesten
und kleinen Tänze, die z.B. Kopf und Schulter, Knie und Fuß mit einbeziehen, ist die Verbindung zur Sprachförderung offensichtlich. Auch die Jahreszeiten werden den Kindern in Liedern geläufig (z.B. bei „die Jahresuhr“ von Rolf Zuckowski).